Spaziergang mit dem Grafen

Erste Ergebnisse der Projektgruppe präsentiert / Einzigartig im Norden

"Heute entscheiden Kinder, wo ihre Eltern den Urlaub verbringen." Stephan Horschitz hat gemeinsam mit seiner Kollegin Katrin Eden ein Konzept auf die Beine gestellt, das auch diese Tatsache in ein Projekt einfließen lässt. Die beiden Wissenschaftler berichteten im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaftsförderung und Tourismus, was sie im verträumten Neustadtgödens ändern wollen. Ihr Ziel: Den Urlauber nach Neustadtgödens zu locken, um mit Hilfe des sanften Tourismus auch die Grundversorgung im Ort zu stärken - "langfristig", wie auch Bürgermeister Josef Wesselmann betonte.

Horschitz trug als wesentlichen Schwerpunkt des bisherigen Konzeptes einen Rundgang vor. Mehrere Stationen - vom Start am Landrichterhaus, wo sich jetzt das Heimatmuseum befindet, bis zu den vielen Gotteshäusern und anderen Sehenswürdigkeiten in Neustadtgödens - bilden das Gerüst. "Überall, wo sie stehen, ist Kultur", so lautet ein Grundsatz, den die Wissenschaftler erläutern. Kleine Tafeln helfen weiter. Als besonderen Witz an diesem Konzept wird es sein, dass "Graf Burghard" als Repräsentant des Grafenhauses erscheint und die Gäste praktisch an die Hand nimmt, und ihnen sein Heimatdorf erklärt. Dabei kommt auch die Einzigartigkeit von Neustadtgödens im ganzen Nordwesten wegen der Religionsfreiheit zum Ausdruck. Wer ins Kostüm des Grafen schlüpft, verriet Horschitz noch nicht. Dafür lobte der Ausschuss das Konzept.