Nordwest Zeitung; Ausgabe v. 20.03.2009

"Mehr Gewerbe im Ort zulassen"

ORTSENTWICKLUNG Heimatverein für Wirtschaftsförderung in Neustadtgödens.

DER VEREIN MELDET SICH ZURZEIT KOMMUNALPOLITISCH DEUTLICH ZU WORT. ABER AUCH MÜHLENTAG, PADSTOCKSPRINGEN UND EIN AUSRUFER-WETTSTREIT SIND IN PLANUNG.

VON ANNETTE KELLIN

GöDENS - Der Heimatverein Gödens-Sande steht in diesem Jahr vor vielen Aufgaben. Am Anfang des Jahres organisierte er bereits den Protest gegen die Schließung der Postfiliale, nun folgt der Protest gegen die geplante Trasse der Höchstspannungsleitung in Form einer Freileitung in der Nähe des Ortes (die NWZ berichtete). Auch hier werde sich der Verein wehren.

Der Protest gegen die Schließung der Post im „Lädchen“ habe keinen Erfolg gehabt, bedauerte Hilke Arnold. Die Ladeninhaberin habe auch bereits einen Rückgang an Kunden für den täglichen Einkauf festgestellt. Vor dem Hintergrund, dass zum Ende des Monats auch die Apotheke Neustadtgödens schließt und kein Nachfolger in Sicht ist, forderte Hilke Arnold Bürgermeister Josef Wesselmann auf, in der Verwaltung prüfen zu lassen, ob sich künftig nicht auch kleinere Gewerbebetriebe in Neustadtgödens ansiedeln könnten.

Der Verein hat für dieses Jahr wieder große Pläne, neben dem Mühlentag und dem Padstockspringen soll es vom 18. bis 21. Juni ein Ausrufertreffen geben. Ausrufer Hinrich Janßen und sein Begleiter Jürgen Hunger hatten das auf den Weg gebracht. Nun werden für sieben Ausrufer und ihre Begleiter private Unterkünfte gesucht.

Geehrt wurden auf der Jahreshauptversammlung Waltraud Jacobs, Helga Mehl und Frank Langer für ihre 25-jährige Zugehörigkeit zum Heimatverein. Bei den Wahlen wurde Michael Clemens als zweiter Vorsitzender einstimmig bestätigt. Außerdem wurde Friedrich Janßen als Beisitzer für den Festausschuss gewählt.

Silbernes Vereinsjubiläum: Hilke Arnold (r.) gratulierte Friedrich Janßen (v.l.), Waltraud Jacobs, Michael Clemens, Helga Mehl und Frank Langer.
BILD: ANNETTE KELLIN