Jeversches Wochenblatt; Ausgabe v. 29.08.2002

Lokale Geschichte ist nun sichtbar

Hinweisschild auf Egon-Erwin-Kisch befestigt

-m- Dykhausen. Ein Journalist mit Positionen, ein politischer Journalist. So beschrieb gestern Michael Clemens den "Vater des modernen Journalismus", Egon Erwin Kisch. Der Mann, der in die Geschichte als "rasender Reporter" einging, weilte auch in Dykhausen, in der Gaststätte von Bernhard Rastede in der Gödenser Straße Nummer 52. An dieser Stelle wurde gestern Abend ein Hinweisschild angebracht. Aufgabe des Heimatvereins Sande- Gödens sei es, lokale Geschichte sichtbar zu machen, sagte Vorsitzende Hilke Arnold. Sie dankte besonders dem Anstoßgeber zu diesem Schild, Jevers ehemaligem Stadtdirektor Wilhelm Hermann Greve. Einen Dank sprach sie den Eheleuten Gertrud und Eberhard Hoffbauer aus, die das Schild an ihrem Haus befestigen ließen.
Kisch entdeckte in der Dykhauser Kneipe so manche Szene. Die beiden Hengstbilder von damals seien verschenkt worden, wussten Hoffbauers zu berichten. Um auf den Spuren von Kisch zu bleiben: Gestem, 18.32 Uhr während der Feierstunde in Dykhausen.
Rechts der Fahrbahn, links der Fahrbahn, überall wird Rasen gemäht. Frei nach Kisch: Nichts ist aufregender als der Alltag.

In Dykhausen hängt seit gestern Abend ein Hinweisschild auf Egon Erwin Kisch. Dabei waren: Gertrud und Eberhard Hoffbauer, Michael Clemens vom heimatkundlichen Arbeitskreis, Ideengeber Wilhelm Hermann Greve, Jürgen Hunger, 2. Vorsitzender des Heimatvereins, und Vorsitzende Hilke Arnold
Foto: Mehrtens